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Gewalt gegen Frauen 

Was passiert, wenn ein Mann zwei Frauen vergiftet: Die Tat wird schon mit dem 1. Wort des Artikels relativiert 🤮
sueddeutsche.de/bayern/nuernbe

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@michakees Ich kenne ja die berechtigte Kritik an verharmlosenden Formulierungen vor allem aus der vorgerichtlichen Berichterstattung. Aber trifft das hier zu? Die Überschrift gibt die Grundfrage des Prozesses wieder. Es entspricht den von Verteidigung und Staatsanwaltschaft vorgetragenen zwei Fassungen, über die das Gericht entscheiden musste.

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@kerleone Ich sehe in dem Text nicht, dass der Verteidiger von „Verzweiflungstat“ gesprochen hätte. Und selbst wenn, muss man sich diese Argumentation nicht im Teaser des Artikels zu eigen machen. Es geht hier mindestens um gefährliche Körperverletzung und ja, da ist das Wort verharmlosend. Dazu kommt, dass der Text fast nur die Täterperspektive darstellt. Am Ende ist der Mann sogar das Opfer, weil er seinen Sohn lange nicht mehr sehen wird 🤯

Gewalt gegen Frauen 

@michakees
Ja ich sehe schon auch einige unnötig verharmlosende Formulierungen ("Knatsch"), aber ein Gerichtsbericht sollte ja auch die Motive des Täters ergründen und nicht nur das Urteil. Täterperspektive und verharmlosende Formulierungen sind daher prinzipiell dabei, sonst fehlt was, oder? Was wäre dein Vorschlag für eine geeignete Zusammenfassung des Tatmotivs aus Perspektive des Täters/der Verteidigung? Das Ende lese ich als neutrale Schilderung und habe kein Mitleid.

Gewalt gegen Frauen 

@kerleone Natürlich soll die Argumentation der Verteidigung dargestellt werden. Es geht ums Wie und den Umfang. Ich erfahre hier sehr viel über den Täter, die Opferperspektive fehlt fast komplett. Und dann soll es auch noch „unstrittig“ sein, dass der Mann seine Frau geliebt habe. Du liebst deine Frau? Guess what: bring sie nicht um.

Gewalt gegen Frauen 

@michakees die Beweggründe des Täters sind ein wichtiger Bestandteil im Prozess. Ein Artikel über den Prozess sollte das daher auch im Fokus haben.

Ich sehe auch nicht was an Relativierung zwangsläufig so schlimm sein soll. Sachverhalte in Relation setzen ist einer der Aufgaben von Journalisten. Relativieren ist ein negativ konnotierter strittiger Umgang mit Relationen.

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@michakees
gee, die antworten, die du da bekommst o.o

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